Abschied, Herausforderungen und erste große Erlebnisse – unsere Reise durch Europa und Marokko hat uns geprägt. In den letzten 90 Tagen haben wir nicht nur Kilometer gemacht, sondern auch unglaublich viel erlebt: besonderen Begegnungen und Momenten. Hier teilen wir, was uns bewegt hat – und wohin es jetzt geht.
Abschied mit Tränen – und der Start in etwas Neues
Am 2. Januar 2025 begann unsere Reise.
Der Abschied von Familie und Freund:innen fiel uns schwer – es war kalt, es wurde viel geweint, und trotzdem ging es los.
Die letzte Schnitzelsemmel von Mama im Gepäck, fuhren wir los – Richtung Süden.
Über Frankreich und Spanien erreichten wir nach wenigen Tagen das Mittelmeer. Wir sprangen das erste Mal ins kalte Meer, in Barcelona merkten wir schnell: Wir lebten viele Jahre in Wien. Die Städte fühlten sich für uns nicht mehr richtig an. Der Wunsch nach Ruhe, Natur und weniger Trubel wurde stärker.
Ankunft in Marokko – Ein neues Kapitel
Mit der Fähre überquerten wir die Straße von Gibraltar und erreichten Marokko.
Gleich zu Beginn: Verkehrschaos, Internet organisieren, Geld tauschen. Alles neu. Alles aufregend.
Wir standen an abgelegenen Küsten, begegneten Ziegenherden und freundlichen Hirten, wurden von Militär kontrolliert und merkten schnell: Marokko ist intensiv.
In Marrakesch entdeckten wir eine Stadt voller Gegensätze – Gerüche, Geräusche, Traditionen, Chaos.
Wir lernten, dass es kulturelle Unterschiede im Alltag gibt, die man respektieren muss – und dass Minztee in der Sonne nach einem langen Tag einfach gut tut.
Zwischen Alltag und Abenteuer
Nicht jeder Tag war spektakulär – und genau das war manchmal das Schönste.
Wir verbrachten Zeit in Taghazout, surften zum ersten Mal, kochten gemeinsam, fütterten Straßenhunde, machten Wäsche, arbeiteten an unserer Website und drehten Videos.
Rika hatte einen kleinen Surfunfall, der zum Zahnarztbesuch führte – zum Glück ging alles gut aus.
In Zagora besuchten wir eine Palmenoase, in der Nähe von M’Hamid übernachteten wir mitten in der Saharawüste unter dem Sternenhimmel – inklusive Lagerfeuer.
In Imlil erkundeten wir das Atlasgebirge.
In den letzten Wochen wurde es ruhiger. Wir verbrachten viel Zeit in der Natur, mit einfachen Alltagsaufgaben.
Technik, Pannen und Erkenntnisse
Unser Bus begleitete uns tapfer, aber nicht ohne Herausforderungen.
Eine kaputte Wasserleitung, Stromprobleme, ein Kabelbrand mitten auf der Straße – und doch: Wir haben alles gemeistert.
Manchmal waren wir genervt, überfordert oder einfach nur müde. Aber wir haben nie daran gezweifelt, warum wir das hier machen.
Der Moment vor dem nächsten Schritt
Nach vielen Wochen in Marokko ging es wieder zurück nach Spanien – kurz Luft holen, vorbereiten.
Dann: Über Frankreich, Italien, Slowenien, Kroatien und Montenegro und Albanien langsam Richtung Osten.
Der erneute Abschied nach ein paar Tagen von der Familie in Triest und mit einem Freund in Gemona fiel erneut schwer – Tränen, Dankbarkeit und das Wissen: jetzt beginnt der nächste große Abschnitt.
Doch davor musste noch eine größere Reparatur am Bus erledigt werden.
Ausblick: Aufbruch nach Asien
Während wir diesen Beitrag schreiben, stehen wir in Albanien, die ersten Frühlingssonnenstrahlen auf der Haut.
Die letzten paar Tage haben wir mit Freunden verbracht. Wir haben gemeinsam Albanien erkundet und uns wieder mal für eine lange Zeit verabschiedet.
Wir blicken zurück auf drei Monate voller erster Male – und gleichzeitig nach vorne.
Was bleibt nach 90 Tagen?
- Ein Bus, der langsam wirklich unser Zuhause geworden ist.
- Eine Menge Geschichten.
- Viel Dankbarkeit.
- Und das Gefühl, dass wir genau da sind, wo wir sein wollen.
Danke, dass ihr mitreist.
Ob als Familie, Freund:innen oder Menschen, die uns online folgen – ihr seid Teil dieser Reise.
Bleibt dran, es geht weiter. Mit neuen Ländern, neuen Menschen, neuen Perspektiven.
Bis bald !
Rika und Thomas
