Seit über vier Monaten sind wir mit unserem Van auf Weltreise – die letzten Wochen waren intensiv, widersprüchlich, wunderschön und manchmal auch herausfordernd. Wir sind durch Griechenland gerauscht, in die Türkei eingereist und inzwischen in Georgien angekommen. Zeit für ein kleines Update über unseren Weg, die Learnings unterwegs und warum wir touristische Hotspots immer öfter meiden.

🇹🇷 Türkei: Einreise mit Scanner und ersten Learnings
Nach einer kurzen Durchreise durch Griechenland, bei der das Wetter schlecht war und uns nicht viel hielt, erreichten wir die türkische Grenze. Dort mussten wir erstmal durch ein Röntgensystem fahren, alles ausräumen – doch danach ging es direkt los.
Die ersten Tage verbrachten wir mit Fischen, Routenplanung und dem Versuch, uns zurechtzufinden. Unsere Route führte uns über Izmir bis zu den berühmten Pamukkale-Terrassen. Die wollten wir eigentlich sehen – entschieden uns aber dagegen:
Massentourismus, schlechtes Wetter und hohe Eintrittspreise führten dazu, dass wir weiterzogen. Für uns ein klares Learning: Nicht jeder „Must-See-Ort“ lohnt sich. Uns zieht es mehr in die Natur, Ruhe und echte Begegnungen.
🏕️ Lykischer Weg: Der bisher schönste Küstenabschnitt
Ein echtes Highlight: Unsere Zeit entlang des Lykischen Weges.
Zwischen Ölüdeniz und Antalya fanden wir einsame Strände, ein Naturschutzgebiet mit Sanddünen, Lagerfeuer-Abende, und den wahrscheinlich chilligsten Campingplatz bisher.
Wir wanderten zum „Black Beach“, trafen spannende Menschen und ließen uns vom Sommerwetter treiben. Es fühlte sich zum ersten Mal wie echter Urlaub an. Hier entstand auch unser nächster großer Plan: Die Route nach Nepal.
🏔️ Verhaftet in Zentralanatolien?
Hinter Antalya hieß es: Tschüss Mittelmeer – ab ins Landesinnere.
Wir hielten bei einem Kratersee – landschaftlich schön, aber leider vermüllt.
Dann kam ein seltsamer Moment: Am Salzsee wurden wir von der Polizei kontrolliert. Sie hielten uns für Spione – wollten uns tatsächlich festnehmen. Am Ende ging alles gut aus – wir sind unsicher ob es ernst gemeint war oder sie uns doch als Tourist:innen einordneten, auch dank einer herzlichen Begegnung mit Einheimischen, die uns anschließend willkommen hießen und ihren Ort zeigten. Die komplette Geschichte teilen wir in unserem Youtube Vlog:
🌄 Kappadokien & Ostanatolien: Beeindruckend, freundlich, echt
Göreme / Kappadokien hat uns komplett umgehauen.
Die Landschaft, die Farben, die Felsenstädte – wir haben so viel in so kurzer Zeit gesehen, dass wir es kaum verarbeiten konnten.

Danach ging es weiter in den Osten: Seen, Berge, kleine Dörfer ohne Tourismus, viel Gastfreundschaft.
🇬🇪 Georgien: Grüne Natur, neue Energie
Die Einreise nach Georgien verlief problemlos.
Erster Halt: Batumi, eine grüne, lebendige Stadt direkt am Meer – wir mochten den Vibe sofort.
In den folgenden Tagen: Wanderungen, heiße Quellen und großartige Natur. Gleichzeitig begann es öfter zu regnen.
Eine Arte-Doku über Georgien öffnete uns die Augen. Wir empfehlen sie sehr!
Trotzdem fühlten wir uns wohl. In Tiflis trafen wir Besuch aus der Heimat, besuchten die Regenbogenberge und verbrachten wieder mehr Zeit im Van – erledigten Dinge, bereiteten uns auf neue Abschnitte vor.
✍️ Fazit: Was wir mitnehmen – und was vor uns liegt
Die letzten 1,5 Monate waren alles andere als linear.
Wir haben tolle Orte gesehen, skurrile Situationen erlebt (Spionage-Verdacht inklusive), neue Kulturen gespürt – und gleichzeitig auch viel im Van gearbeitet, geplant, nachgedacht.
Unsere Learnings:
- Nicht jeder berühmte Ort lohnt sich – aber fast jede kleine Begegnung schon.
- Schlagzeilen sind Schlagzeilen und nicht mehr.
- Die Overlandercommunity ist riesig.
- Wir haben ein riesiges Privileg so etwas machen zu dürfen.
- Gastfreundschaft ist überall – wenn man sie zulässt.
Jetzt?
Der Weg Richtung Zentralasien wartet.
Visa beantragen, Grenzübergänge meistern, weiterdenken. Und irgendwann: Nepal.
Danke fürs Dabeisein 💛
Wenn ihr unsere Reise weiterverfolgen wollt, schaut auf Instagram, YouTube oder unserer Website vorbei.
Die nächsten Wochen versprechen wieder viele Veränderungen – wir freuen uns, wenn ihr mit uns unterwegs bleibt!
Rika & Thomas
